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Rechenzentrum

Dieser Text beschreibt Rechenzentrum.


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Rechenzentrum Artikel

Mit Rechenzentrum bezeichnet man sowohl das Gebäude bzw. die Räumlichkeiten, in denen die Rechner eines Rechenzentrums untergebracht sind, als auch die Organisation selbst, die sich um diese Computer kümmern. Die gängige Abkürzung ist RZ, organisationsabhängig kann mit ZER (zentrale Einrichtung Rechenanlagen) ebenfalls ein Rechenzentrum gemeint sein.==Aufgaben von Rechenzentren==

Rechenzentren sind einer administrativen Stelle zugeordnet, zu dem Beispiel der Finanzverwaltung , einer Forschungseinrichtung, einer Hochschule oder einem kommerziellen Betrieb wie einer Bank oder einer Versicherung. Diese administrativen Stellen haben die Anforderung, große Datenmengen zu verarbeiten (etwa die Steuererklärungen aller Bürger eines Bundeslandes). Darum ist auch eine umfangreiche Maschinenausstattung notwendig, die ca. konzentriert in einem Rechenzentrum gepflegt werden kann.

In den Prä-PC-Zeiten wurden vom Staat sog. Gebietsrechenstellen geschaffen, die die Aufgabe hatten, Rechenkapazität für staatliche Einrichtungen zur Verfügung zu stellen. Meist unterstanden diese Gebietsrechenstellen den Landesämtern für Statistik und Datenverarbeitung.==Organisatorische Aufteilung==

Ein normales Rechenzentrum sieht in dem Rahmen der Betreuung der Geräte eine organisatorische Dreiteilung vor.

Inhaltsverzeichnis

1 Räume eines Rechenzentrums
2 Sicherheit in einem Rechenzentrum
3 Backup-Rechenzentrum

Buch-Tipp: Das Virtualisierungs - Buch. Workstation Server Rechenzentrum Umfassender Überblick Getroffener (detailreicher) Überblick über die Virtualisierung. Besonders erfreut hat mich der Aspekt, dass die Themen alle von praktischen Standpunkten aus beleuchtet wurden und somit ggfs. eine echte Entscheidungshilfe bei der Auswahl der benötigten Verfahren darstellen. Lobend erwähnt werden sollten auch die kleinen...

Systemtechnik

Die Systemtechnik zeichnet für die Hardware verantwortlich. Die Systemtechniker reparieren defekte Geräte, führen technische Installationen am Gerät aus, kümmern sich um die Verkabelung etc. Die Mitarbeiter aus der Systemtechnik sind in der Regel in der Nähe der elektrotechnischen Berufe anzusiedeln.===Systemverwaltung===

Die Systemverwaltung ist für die Administration der Maschinen zuständig. Man spricht daher auch von der Systemadministration bzw. einfach ca. von der Administration. Die Mitarbeiter sind für die softwareseitige Konfiguration des Maschinenparks verantwortlich. Wird von der Systemtechnik ein neues Plattenlaufwerk hardwaremäßig angeschlossen, so muss die Systemverwaltung dafür sorgen, dass dieses Laufwerk auch softwareseitig von den Rechnern erkannt und benutzt werden kann.

Die Verantwortung der Systemverwaltung ist es, die Maschinen am Laufen zu halten, abgestürzte Maschinen wieder aufzusetzen, Software zu installieren und die Systeme zu überwachen. Zusätzlich sind die Systemverwalter für Datensicherheit zuständig, sie arbeiten zu dem Beispiel Datensicherungspläne („Backuppläne“) aus und sorgen für deren Vollzug. Die Softwareseite des Datenschutzes obliegt ebenfalls der Systemverwaltung.

Die Administration von Software kann in den Bereich der Systemverwaltung fallen, wenn nicht eine eigene Abteilung für derartige Aufgaben benannt worden ist (Datenbanken, Kommunikationssysteme etc.).

Systemverwalter haben meistens eine IT-Ausbildung.

Buch-Tipp: Der Stirlingmotor einfach erklärt und leicht gebaut Stets wieder Das ist ein Buch, welches ich stets wieder gerne in die Hand nehme. Die Arbeitsschritte werden exakt erklärt. Mit einfachen Mittel und Werkzeugen (ohne Drehmaschine, Fräsmachine etc. )treibt man den Bau der Maschine nach und nach voran und das ganze funktioniert dann auch noch! Exakt dieses Buch (welches ich geschenkt bekommen habe)...

Operating

Das Operating übernimmt eher Hilfsaufgaben, die vom Wechseln des Druckerpapiers, dem Reißen der Ausdrucke und deren Verteilung oder dem Einlegen von Magnetbändern oder ähnliches bis zur Umdefinition von Prioritäten in den Prozessabläufen reicht. Operator war in den siebziger Jahren noch ein sehr qualifizierter Beruf, damals oblag es dem Operator dafür zu sorgen, dass die Großrechner optimal genutzt wurden. Dazu behandelte er die anstehenden Prozesse nach ihrem Ressourcen-Bedarf und sorgte unter Umständen durch manuelles Anstarten verschiedener Prozesse für eine optimale Systemauslastung. Durch die Verbilligung und Leistungssteigerung der Hardware und stets intelligenteren Betriebssystemen ist dies heute alledings kein wirkliches Problem mehr.

Operateure haben häufig nicht viel zu tun. Ihre Hauptaufgabe besteht heutzutage darin, Maschinen nach Abstürzen wieder anzustarten. Die Kosten durch Ausfälle rechtfertigen die Personalkosten ohne weiteres.

Buch-Tipp: Einführung in die Automatentheorie, Formale Sprachen und Komplexitätstheorie. weder zu schwer noch zu unverständlich . . exakt richtig! Ich "quäle" mich durch den Schinken begleitend zu einer Theo2-Vorlesung. Ich habe das erste Kapitel übersprungen (obwohl das wohl ne dumme idee war) trotzdem sind alle folgenden Sachen verständlich. Ich finde das Buch grandios. Es ist verständlich, und wenn man sich länger als 30 Sekunden...

Räume eines Rechenzentrums

Neben den üblichen Büroräumen ist die Klimaanlage und der Maschinenraum interessant. Insbesondere Großrechner produzieren sehr viel Abwärme. Die Geräte brauchen für den störungsfreien Betrieb ein bestimmtes Raumklima. Einzelne Geräte habe ihre eigenen Kühlaggregate, die teils auch auf Flüssigkeitskühlung beruhen. Die an die Räume abgegebene Abwärme wird wiederum von der Klimaanlage abgekühlt.

Der Maschinenraum selbst ist bei kleineren Rechenzentren unbemannt. In großen Rechenzentren sitzen die Operateure in dem Maschinenraum bzw. sind ca. durch eine Glaswand von den Geräten getrennt, sodass jederzeit eine optischen Kontrolle der Maschinen möglich ist. Neben den Computern und ihrer Peripherie gibt es vor allem Schaltschränke. Die Räume selbst haben einen Doppelboden, um eine einfache Verkabelung zu gewährleisten.

Mäuse sind in manchen Rechenzentren ein ernsthaftes Problem. Daher gibt es spezielle Kabelisolierungen, die Mäusen nicht schmecken. Eine Maus, die sich in ein größeres Gerät verirrt und dort einen Hochspannungsstromkreis überbrückt, kann zu dem teuren Ärgernis werden.

Zu den Notfallplänen eines Rechenzentrums gehören auch Sofortmaßnahmen, die vom Operating zu ergreifen sind, falls die Klimaanlage ausfällt. Je nach Außentemperatur kann ein vorübergehender provisorischer Betrieb durch manuelle Belüftung stattfinden, jedoch kann auch eine Notabschaltung innerhalb weniger Sekunden oder Minuten nach Auslösung eines Alarms notwendig werden.

Buch-Tipp: Elektrische Antriebe und Maschinen Eine leichte Einführung Wer sich schnell systematisch abrufbereites Wissen auf dem Gebiet der elektrischen Maschinen und Antriebe aneignen möchte, der hat mit diesem Buch die richtige Wahl getroffen. Es beginnt mit der Einführung der Grundgleichungen und setzt schrittweise mit der Behandlung der einzelnen Maschinentypen fort. Dabei wird wie...

Sicherheit in einem Rechenzentrum

Abhängig vom administrativen Umfeld gibt es unterschiedlich starke Sicherheitsanforderungen an Rechenzentren. Meist wird lediglich der Zutritt kontrolliert und die Räume sind durch Alarmanlagen gesichert. Einige sind sogar in einem atombombensicheren Bunker untergebracht, der unterirdisch mehrere Stockwerke umfasst und zudem noch EMP-gesichert ist. Der Zutritt ist auf jeden Fall strikt reglementiert. Führungen in Rechenzentren der Universitäten sind häufig möglich, jedoch dürfen sich die Besucher ausschließlich unter Aufsicht in den Räumen bewegen.

Dem Brandschutz wird besonderer Stellenwert eingeräumt. Neben Brandabschottungen gibt es häufig auch Löschanlagen, die Hardwareschäden minimieren sollen. Wasser kann einem Großrechner mehr Schaden zufügen, als ein verschmortes Kabel. Aus diesem Grund wird in modernen Rechenzentren spezielles Gas zu dem Löschen des Brandes eingesetzt. Die Archivierung von wichtigen Datensicherungen findet daher auch in einem anderen Brandabschnitt statt.

Buch-Tipp: Elektrische Ausrüstung von Maschinen. Erläuterungen zu DIN EN 60204-1(VDE0113 Teil 1): 1998-11 Gute praktische Hinweise Dieses Werk ist eine Fundgrube für den praktisch orientierten Fachmann auf dem Gebiet der elektrischen Maschinen. Während in den Normen meist ca. verklausulierte Forderungen zu finden sind, werden hier gute Hinweise zur praktischen Umsetzung dieser Vorschriften gegeben. Ein weiterer Pluspunkt des Buches ist, daß hier...

Backup-Rechenzentrum

Bereits vor dem 11.09 gab es das sog. Backuprechenzentrum, gelegentlich hört man auch den Begriff Spiegelrechenzentrum. Dabei wird ein vorhandenes Rechenzentrum räumlich vom Originalrechenzentrum deutlich getrennt komplett dupliziert. Die Duplizierung gilt sowohl für die Hardware als auch für die Software und die aktuellen Daten. Sollte aufgrund einer Katastrophe (z. B. ein Erdbeben, ein Anschlag oder ein Brand) das Originalrechenzentrum ausfallen, so kann der Betrieb in dem Backuprechenzentrum sofort fortgesetzt werden.

Notfallpläne und Ausstattung sehen häufig sogar vor, dass die Arbeitsräume der Mitarbeiter bis auf die Ausstattung des einzelnen Arbeitsplatzes 1:1 kopiert werden, sodass von einem Tag zu dem nächsten die Arbeit in den Räumlichkeiten des Backuprechenzentrums fortgesetzt werden können.

Der Hintergrund dieser offensichtlich hohen finanziellen Ausgabe liegt auf der Hand: Der Totalausfall eines Rechenzentrums würde viele Unternehmen binnen weniger Tage in die Pleite treiben.

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